Fachangestellte(r)
 Bürokommunikation
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OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung

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Ausbildung zum (zur) Fachangestellten für Bürokommunikation (auslaufender Ausbildungsberuf)

Die (der) Fachangestellte für Bürokommunikation wurde 1992 als neuer Ausbildungsberuf des mittleren, nichttechnischen Dienstes der Verwaltung geschaffen. Mit ihm wurde den arbeitsorganisatorischen Veränderungen Rechnung getragen, bedingt durch den Einsatz der modernen Informations- und Kommunikationstechniken in der Verwaltung und der Verknüpfung von Sachbearbeitertätigkeiten mit Schreibtätigkeiten. Ausbildungsstellen sind Bundesbehörden, Universitäten, Bezirksämter, die Senatsverwaltung für Inneres und andere öffentliche Einrichtungen.

Die (der) Fachangestellte für Bürokommunikation ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Der Beruf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten im öffentlichen Dienst angeboten. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, der schulische Unterricht erfolgt auf der Grundlage des KMK-Rahmenlehrplans.

Die Berufsausbildung ist breit angelegt, ermöglicht den Einsatz an Mischarbeitsplätzen und stellt eine gute Grundlage für die berufliche Entwicklung dar. Der überwiegende Teil der Fachangestellten für Bürokommunikation ist als Sachbearbeiter(in) in der Verwaltung tätig. Durch die Breite der Berufsausbildung eröffnen sich der (dem) Fachangestellten aber auch zunehmend Perspektiven in der freien Wirtschaft.

Charakteristisch für die Arbeit der Fachangestellten für Bürokommunikation ist die Anwendung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Darüber hinaus muss sie (er) sich auch über technische und arbeitsorganisatorische Veränderungen und über die Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik auf dem Laufenden halten. Dies erfordert eine permanente Fort- und Weiterbildungsbereitschaft, ein Interesse an Rechts- und Verwaltungskunde, eine Neigung zu schriftlicher Tätigkeit, zu Büro- und Verwaltungsarbeiten, zum Umgang mit Daten und Zahlen.

Dafür sind ein gutes allgemeines Leistungsvermögen und gute sprachliche Fähigkeiten (Sprach- und Textverständnis, mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, Sprachgedächtnis, sprachlicher Einfallsreichtum) Voraussetzung.

Den veränderten Anforderungen dieses Berufs kommt das OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung unter anderem durch Projektunterricht nach, in dem fächerübergreifend eine komplexe Organisationsaufgabe bearbeitet wird. Dieser Unterricht findet in entsprechend ausgestatteten Computerfachräumen statt. In diesen Fachräumen werden darüber hinaus sowohl die Inhalte der Textverarbeitung und der Informationsverarbeitung vermittelt als auch die Nutzung des Internets, die Erstellung von Präsentationen und die Informationsübermittlung per E-Mail.

Vor allem der Einsatz der neuen Kommunikationstechniken in den Büros stellt an die Fachangestellten für Bürokommunikation stärkere Ansprüche an ihre Kenntnisse der englischen Sprache. Auf diese Forderung reagierte die Schule mit einem entsprechenden Englischunterricht. Die erworbenen Englischkenntnisse können sich die Auszubildenden in einem KMK-Fremdsprachenzertifikat durch das Ablegen einer in drei Niveaustufen gegliederten Prüfung bestätigen lassen.

Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung vor der jeweiligen zuständigen Stelle (Bundesverwaltungsamt oder Senatsverwaltung für Inneres). In der Prüfung soll der Auszubildende die Befähigung zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit, die selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt, nachweisen.

Die Prüfung umfasst die schriftlichen Fächer (Prüfungsdauer jeweils 90 Min.)

  • „Bürowirtschaft", 
  • „Verwaltung",
  • „Wirtschafts- und Sozialkunde"

und die praktischen Prüfungsfächer 

  • „Textverarbeitung" (Prüfungsdauer: 55 Min.), 
  • „Assistenz- und Sekretariatsaufgaben" (Prüfungsdauer: 65 Min.), 
  • „Bürgerorientiertes Verwaltungshandeln im Fachbereich" (Prüfungsdauer: 60 Min).

Fachangestellte für Bürokommunikation, die der Ebene des mittleren Dienstes zuzurechnen sind, können bei entsprechender Eignung und mit Berufserfahrung in die Ebene des gehobenen Dienstes aufsteigen. Die Verwaltungen bieten hier unterschiedliche Wege der Fortbildung an.

Durch die erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung eröffnet sich Fachangestellten für Bürokommunikation die Möglichkeit, die einjährige Fachoberschule (Schwerpunkt Verwaltung oder Wirtschaft) zu besuchen, mit dem Ziel, die allgemeine Fachhochschulreife zu erwerben. Dadurch haben sie die Möglichkeit, ein Studium an einer Fachhochschule aufzunehmen oder die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der Verwaltung anzustreben.

 


[VFA] [Doppelqualifikation] [KFM Büromanagement] [FA Bürokommunikation] [KMK-Englischzertifikat]