EU-Projekttag 2014
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Jörg Asmussen an der Louise-Schroeder-Schule

Das ehem. EZB-Direktoriumsmitglied zur Zukunft der Währungsunion

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(Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von F. Nürnberger, www.franknuernberger.de)

 

Asmussen_2Der traditionell an der Schule ausgerichtete EU-Projekttag hatte dieses Mal sehr prominenten Besuch. Der jetzige Staatssekretär im Arbeitsministerium und ehem. EZB-Banker Jörg Asmussen diskutierte mit (gut vorbereiteten) Schülerinnen und Schüler zur Krise und zur Zukunft der Währungsunion. Yael Krück und Bernhard Scheibner aus der Gymnasialen Oberstufe moderierten die Veranstaltung.

Zu seinem Jobwechsel befragt äußerte sich Asmussen – auf die Strapazen als EZB-Direktor angesprochen – dass er als Staatssekretär nur noch drei Mal in einem Jahr um den ganzen Globus fliegen müsse, er also jetzt mehr Zeit für seine Familie habe.

Die Frage nach den Ursachen der Krise der Währungsunion beantwortete Asmussen damit, dass es keine Währungskrise gab und der Wert des Euro durchweg stabil blieb. Die Krise bestünde vielmehr aus einer Kombination aus vier Teilkrisen: einer Staatsschuldenkrise, einer privaten Verschuldungskrise, einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit einzelner Euro-Länder und einer Bankenkrise. In den einzelnen Ländern sei es nun zur Kombination einzelner Teilkrisen gekommen, in Griechenland bspw. zu einer Staatsschuldenkrise und einer Wettbewerbskrise.

Im Hinblick auf die wichtigsten Schritte zur Bekämpfung dieser Krise sei, so Asmussen, ein Bündel von Maßnahmen zu ergreifen. Für einzelne Mitgliedstaaten müssten die Anleihezinsen gesenkt werden, der ESM müsse genutzt werden und das berühmte OSM-Programm der EZB – an dem Asmussen übrigens selbst noch mitwirkte – habe eine gute Wirkung entfaltet. Zu beklagen sei, dass die Hauptleidtragenden der Krise die Jugendlichen in den Krisenländern seien. Die Hälfte der Jugendlichen in Spanien sei z.B. arbeitslos.

Dann ging es um die Zukunft der Währungsunion. Die Frage, was mit der Wirtschaft in Deutschland geschähe, sollte das Land  aus der Währungsunion aussteigen, beantwortete Asmussen mit großer Skepsis. Er hielte einen solchen Schritt für einen fatalen Fehler, da Deutschland mit einer der größten Profiteure des Euros sei.

Während der anderthalbstündigen Diskussions- und Fragerunde, die sehr gut durch die beiden Schülermoderatoren geleitet wurde, konnte Jörg Asmussen die Fragen sehr konzentriert und schülergerecht beantworten. Auf die Schlussfrage von Yael Krück, ob es den Euro noch gäbe, wenn sie so alt wie der Gast, Jörg Asmussen, sei, gab es eine ebenso knappe wie überzeugende Antwort: Ja.

Fazit: Die Schule würde sich auf einen weiteren Besuch von Jörg Asmussen freuen.

Laura Fritscher,
Katja Saupe

 

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