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Deutsch-Franz. Tag
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7. Deutsch-Französischer Tag am 22. Januar 2010

Ein Bericht von einem Projekttag des Beruflichen Gymnasiums am OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung

D-F-TagDer diesjährige Deutsch-Französische Tag stand unter dem Motto „Mettez l’allemand dans votre jeu!“ oder „Bringt Französisch ins Spiel“.   Solche Projekte und Veranstaltungen haben schon Tradition am OSZ. Dieses Mal präsentierten drei E-Phasen und zwei Französisch-Grundkurse ihre in den Wochen zuvor erarbeiteten Beiträge. Die Gruppe „Von der Erbfeindschaft zur deutsch-französischen Freundschaft“ beschäftigte sich mit Ernst-Moritz Arndt (1769-1860). Er hatte zwar seine Verdienste in der März-Revolution 1848, war aber in der Zeit davor als berüchtigter „Franzosenhasser“ und „Antisemit“ hervorgetreten. Die Gruppe zitierte u.a. die folgende Aussage Arndts:

„Ich will den Haß gegen die Franzosen, nicht bloß für diesen Krieg, ich will ihn für lange Zeit, ich will ihn für immer. (…) Dieser Haß glühe als die Religion des deutschen Volkes, als ein heiliger Wahn in allen Herzen und erhalte uns immer in unsrer Treue, Redlichkeit und Tapferkeit.“

Eine andere Arbeitsgruppe griff diese Äußerungen von Arndt auf und berichtete von dem aktuellen Namensstreit an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Studenten der Universität setzten sich dafür ein, dass der Name ihrer Hochschule, den sie von den Nazis erhalten hatte, verändert wird. In einer Urabstimmung entschied sich aber eine Mehrheit der Studenten gegen eine Namensänderung.

In einer weiteren Präsentation zogen Schülerinnen und Schüler eines Grundkurses Französisch einen Vergleich zwischen der deutschen und der französischen Nationalhymne. Berichtet wurde u.a. davon, dass die französische Hymne, die Marseillaise von Rouget de Lisle, einen sehr „blutrünstigen“ Text habe, was auf die Französische Revolution von 1789 zurückzuführen ist. Über die deutsche Hymne erfuhr das Publikum, dass die erste Strophe keineswegs – wie oft behauptet wird – verboten sei, sondern aufgrund ihres Missbrauchs durch die Nationalsozialisten, die damit ihre Eroberungspolitik in Europa begleiteten, nicht mehr vorgetragen wird. Lediglich die dritte Strophe des Textes von Hoffmann von Fallersleben gilt als offizielle deutsche Hymne.

Alle Beteiligten und vor allem die Besucher waren begeistert von den Vorträgen und Präsentationen, u.a. deshalb weil die meisten Schülerinnen und Schüler erstmals mit einem Mikrofon vor rund 100 Zuhörern sprachen. Sie begriffen dies als gute Vorbereitung für ihre 5. Prüfungskomponente im Abitur.

 

Marcel Loska und Marcel Sitkowski (E-93)

 

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